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Collage Sachsen-Anhalt mit Wasserfall im Harz, Wörlitzer Gartenreich und Schloss Quedlinburg

Die fünf Stationen der Himmelswege 

Die fünf Stationen lassen sich unabhängig voneinander besuchen – eine festgelegte Reihenfolge oder durchgehende Streckenführung gibt es nicht.

Arche Nebra & MittelbergLandesmuseum für Vorgeschichte HalleSonnenobservatorium GoseckDolmengöttin LangeneichstädtRingheiligtum Pömmelte

Arche Nebra & Mittelberg

  • Die Himmelsscheibe von Nebra

    Goldene Sterne, eine Mondsichel und ein weiteres rundes Gestirn auf Bronze machen die Himmelsscheibe von Nebra unverwechselbar. 1999 wurde sie auf dem Mittelberg bei Nebra unter ungewöhnlichen Umständen entdeckt: Raubgräber fanden die Scheibe, anschließend verschwand sie für mehrere Jahre im illegalen Kunsthandel. Erst 2002 konnte sie in Basel sichergestellt werden.
    Heute gehört das Original zu den bedeutendsten Exponaten des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle.

  • Die Arche Nebra

    Schon von außen ist die Arche Nebra ein Blickfang: Der langgestreckte, goldfarbene Bau greift die Form einer Sonnenbarke auf – ein Motiv, das auch auf der Himmelsscheibe zu finden ist. Im Inneren steht die berühmte Bronzescheibe mit ihrer außergewöhnlichen Geschichte im Mittelpunkt.

    Filme, Rekonstruktionen und interaktive Elemente führen in die Welt der Bronzezeit und zeigen anschaulich, welches Wissen sich hinter den Darstellungen von Sonne, Mond und Sternen verbirgt. Das Original der Himmelsscheibe befindet sich zwar im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle, doch in der Arche wird ihre Geschichte lebendig und verständlich erzählt. Ergänzt wird die Ausstellung durch das Planetarium, während der „Outer Space“ vor dem Besucherzentrum besonders Kindern einen spielerischen Zugang zu Astronomie und Weltraum bietet.

  • Planetarium und Outer Space

    Auch der Blick nach oben gehört zum Besuch der Arche. Im Planetarium wird der Sternenhimmel zum Teil der Geschichte der Himmelsscheibe und zeigt anschaulich, welche Beobachtungen sich hinter ihren Darstellungen verbergen.

    Direkt vor der Arche wartet mit dem „Outer Space“ ein ganz anderer Zugang zum Thema: Das begehbare UFO lädt besonders Kinder dazu ein, Astronomie und Weltraum spielerisch zu entdecken.

  • Von der Arche zum Mittelberg

    Wer nicht nur die Ausstellung besuchen möchte, kann von der Arche weiter zum rund drei Kilometer entfernten Mittelberg gehen. Der Weg durch den Ziegelrodaer Forst wird vom Kunstweg „Zwischen Welt und Kosmos“ begleitet, dessen drei Werke das Thema Himmel und Landschaft aufgreifen.

    Oben wartet der eigentliche Höhepunkt: der Ort, an dem die Himmelsscheibe 1999 gefunden wurde. Himmelsauge und Aussichtsturm machen diesen besonderen Platz heute sichtbar und geben ihm einen ganz eigenen Charakter.

Praktische Tipps zur Arche Nebra

  • Anschrift & Anreise:

    Arche Nebra
    An der Steinklöbe 16
    06642 Nebra

    Der Besucherparkplatz liegt etwa 300 Meter unterhalb der Arche. Zwei gekennzeichnete Parkplätze für Menschen mit Gehbehinderung befinden sich direkt am Gebäude.

  • Öffnungszeiten:

    April bis Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr. Von November bis März ist die Arche Dienstag bis Freitag von 10 bis 16 Uhr sowie Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Am 24. Dezember bleibt das Besucherzentrum geschlossen.

  • Eintritt:

    Der reguläre Eintritt für Erwachsene beträgt derzeit 8,50 Euro, ermäßigt 5,50 Euro. Während einer Sonderschau gelten höhere Eintrittspreise. Die Planetariumsshow ist bereits im Eintritt enthalten. Der „Outer Space“ vor der Arche kann kostenfrei besucht werden.

  • Barrierefreiheit:

    Das Besucherzentrum ist nach Angaben des Betreibers für Rollstuhlfahrer barrierefrei zugänglich. Zwei gekennzeichnete Parkplätze für Menschen mit Gehbehinderung befinden sich direkt am Gebäude. Auch der „Outer Space“ ist barrierefrei angelegt.

  • Veranstaltungen:

    Führungen, Vorträge, Workshops, Ferienprogramme und besondere Veranstaltungen ergänzen regelmäßig das Angebot der Arche Nebra. Da sich Termine und Programme ändern, lohnt vor dem Besuch ein Blick in den aktuellen Veranstaltungskalender.

Landesmuseum für Vorgeschichte Halle

  • Das Original ansehen

    Wer nach dem Besuch der Arche Nebra das Original der Himmelsscheibe sehen möchte, findet sie im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle. Seit 2008 gehört das Original zur Dauerausstellung und wird dort zusammen mit den weiteren Funden vom Mittelberg präsentiert.

    Die Himmelsscheibe ist jedoch nur einer der Höhepunkte des Museums. Elf Ausstellungsbereiche führen durch rund 450.000 Jahre Menschheitsgeschichte – von der Steinzeit bis in die frühe Neuzeit. Gerade deshalb lohnt sich das Landesmuseum nicht nur als Station der Himmelswege, sondern auch als eigenständiges Ziel für alle, die sich für Archäologie und die frühe Geschichte Sachsen-Anhalts interessieren.

    → Offizielle Website des Landesmuseums

Sonnenobservatorium Goseck

  • 7.000 Jahre unter Sonne und Sternen

    Auf den ersten Blick wirkt das Sonnenobservatorium Goseck wie ein großer Kreis aus hölzernen Palisaden. Dahinter verbirgt sich jedoch eine rund 7.000 Jahre alte Kreisgrabenanlage, deren Durchgänge gezielt am Lauf der Sonne ausgerichtet waren. Die vollständig ausgegrabene Anlage wurde am ursprünglichen Standort rekonstruiert und macht heute wieder sichtbar, wie genau Menschen bereits in der Jungsteinzeit den Himmel beobachteten.

    Besonders eindrucksvoll wird dieses Prinzip zu den Sonnenwenden: Durch bestimmte Öffnungen der Palisaden lassen sich Sonnenauf- und Sonnenuntergang genau in den ausgerichteten Blickachsen verfolgen. Wer mehr über die Ausgrabung und die Bedeutung solcher Kreisgrabenanlagen erfahren möchte, kann den Besuch mit dem Informationszentrum im nahe gelegenen Schloss Goseck verbinden.

Goseck - Sonnenobservatorium

© IMG Sachsen-Anhalt/4iMEDIA GmbH | CC BY-SA 3.0 DE

Praktische Tipps zum Sonnenobservatorium Goseck

  • Anschrift & Anreise:

    Sonnenobservatorium Goseck
    Pflaumenweg
    06667 Goseck

    Kostenfreie Parkplätze befinden sich am Ortseingang. Von dort führt ein rund 350 Meter langer asphaltierter Weg zum Sonnenobservatorium.

  • Öffnungszeiten:

    Das Sonnenobservatorium ist ganzjährig frei zugänglich. Das Informationszentrum im Schloss Goseck ist von April bis Oktober täglich von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

  • Eintritt:

    Der Besuch des Sonnenobservatoriums und des Informationszentrums ist kostenfrei. Für Führungen und einzelne Sonderveranstaltungen können Gebühren anfallen.

  • Barrierefreiheit:

    Das Sonnenobservatorium ist stufenlos zugänglich und nach „Reisen für Alle“ teilweise barrierefrei. Die Wege weisen stellenweise Steigungen bis 5 % auf und sind nicht überall leicht befahrbar. Ein barrierefreies WC befindet sich im Schlosshof; das Informationszentrum ist nur über eine 7 cm hohe Stufe erreichbar.

  • Führungen & Veranstaltungen:

    Von April bis Oktober werden sonntags um 14 Uhr öffentliche Führungen angeboten. Kosten: 4,00 Euro. Eine Voranmeldung ist derzeit nicht erforderlich. Weitere Veranstaltungen und besondere Termine findest du im Veranstaltungskalender.

Gut zu wissen: Hunde dürfen angeleint mit zum Sonnenobservatorium. Foto- und Filmaufnahmen sind nur für private Zwecke frei erlaubt; für eine gewerbliche Nutzung ist vorher eine schriftliche Genehmigung erforderlich.

Dolmengöttin Langeneichstädt

  • Rätselhafter Blick aus der Jungsteinzeit

    1987 kam bei Feldarbeiten am Rand von Langeneichstädt ein rund 5.500 Jahre altes Steinkammergrab zum Vorschein. Besonders außergewöhnlich war ein 1,76 Meter hoher Menhir, der als Deckplatte in der Grabkammer verbaut worden war. Seine eingeritzten Zeichen erinnern an Augen und menschliche Gesichtszüge – daher erhielt er den Namen „Dolmengöttin“.

    Heute wurde das Großsteingrab am ursprünglichen Fundort wieder aufgebaut. Der dort zu sehende Menhir ist allerdings eine Kopie; das Original wird im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle aufbewahrt. Direkt neben der Grabanlage steht die mittelalterliche Eichstädter Warte und macht den kleinen Himmelswege-Standort zusätzlich interessant.

Praktische Tipps zur Dolmengöttin Langeneichstädt

  • Anschrift & Anreise:

    Grab der Dolmengöttin Langeneichstädt
    nördlich von Langeneichstädt
    06268 Mücheln (Geiseltal), OT Langeneichstädt

    GPS: 51°21′25.0″ N, 11°44′06.3″ E

    Die Zufahrt erfolgt über den Warteweg in Richtung Eichstädter Warte.

  • Öffnungszeiten:

    Das Gelände mit Großsteingrab und Dolmengöttin ist ganzjährig frei zugänglich.

  • Eintritt:

    Der Besuch des Geländes ist kostenfrei.

  • Barrierefreiheit:

    Der Himmelswege-Standort ist nach Angaben des Betreibers nicht barrierefrei zugänglich. Genauere Angaben zur Beschaffenheit der Wege und zu möglichen Hindernissen werden derzeit nicht veröffentlicht.

  • Führungen & Veranstaltungen:

    Öffentliche Führungen zum Grab der Dolmengöttin und zur Eichstädter Warte werden gegen Spende am Pfingstsonntag sowie zum Tag des offenen Denkmals angeboten. Weitere Führungstermine können beim Warteverein Langeneichstädt angefragt werden.

Gut zu wissen: Direkt neben dem Großsteingrab steht die mittelalterliche Eichstädter Warte. Wer vor Ort noch tiefer in die Geschichte eintauchen möchte, kann außerdem den kostenfreien Medienguide der Himmelswege auf dem eigenen Smartphone nutzen.

Ringheiligtum Pömmelte

  • Zwischen Ritualen und Himmelsbeobachtung

    Südlich von Magdeburg führt eine weitere Station der Himmelswege an das Ende der Jungsteinzeit und den Beginn der Bronzezeit. Das Ringheiligtum Pömmelte bestand ursprünglich aus mehreren Palisadenringen, Gräben und Wällen und wurde am historischen Standort rekonstruiert. Von der Aussichtsplattform lässt sich die rund 115 Meter große Anlage besonders gut überblicken.

    Archäologische Funde zeigen, dass dieser Ort über lange Zeit eine besondere Bedeutung für Rituale und Zusammenkünfte hatte. Auch die Ausrichtung der Anlage weist Bezüge zur Beobachtung des Himmels auf – und stellt damit die Verbindung zu den übrigen Himmelswegen her.

    → Ringheiligtum Pömmelte ausführlich entdecken


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